Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin

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Inhalt: Uferinstandsetzung Storkower Gewässer

Die Storkower Gewässer sind eine Bundeswasserstraße, die nach Bundeswasserstraßengesetz dem allgemeinen Verkehr dient.
Sie ist 33,4 Kilometer lang, steht im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und zählt zur Wasserstraßenklasse I.

Folgende Seen gehören zu den Storkower Gewässern:

Der Storkower Kanal stellt die Verbindung zwischen den Seen her.

Die Unterhaltung der Binnenwasserstraßen umfasst die Erhaltung eines ordnungsgemäßen Zustandes für den Wasserabfluss und die Erhaltung der Schiffbarkeit.

Der Abschnitt von Kilometer 21,2 – 22,5 wird auch als Wendisch Rietzer Kanal bezeichnet. Er stellt die Verbindung vom Storkower See bis zur Schleuse Wendisch Rietz her. Das vorhandene Ufer wurde in den 1990iger Jahren in Faschinenbauweise naturnah erstellt. Die Bauweise erweist sich als nicht dauerhaft und bedarf einer Instandsetzung. An einigen Stellen ist keine Uferbefestigung mehr vorhanden und es findet ein Bodenabtrag am Ufer statt der sich im Kanal ablagert.

Karte Storkower Gewässer   

Dieser Abtrag stellt eine Gefahr für die Schifffahrt dar. Das WSA Berlin kann die festgelegten Abladetiefen von 1,40 m nicht mehr garantieren. Deshalb ist eine Erneuerung in gleicher Bauweise unbedingt notwendig.

Storkower Gewässer

Die Uferbefestigung ist wieder so hergestellt wie teilweise noch vorhanden. Dazu werden Holzpfähle d=20cm entlang der Uferlinie gerammt bzw. eingespült. Im Abstand von ca. 0,5m wird dahinter liegend eine 2. Reihe Pfähle gesetzt. Zwischen diesen Pfählen werden die Faschinen eingebracht. Diese bestehen aus natur belassenen Materialien wie Weiden- oder Kiefernästen. Die Faschinen werden vor dem Einbringen zu Bündeln von ca. 50 cm gebunden und dann vom Wasser aus eingebracht. In dem beschriebenen Bereich ist aufgrund der vorhandenen Bodenverhältnissen nur diese Uferverbauart möglich. Andere Arten z.B. eine Holzpfahlreihe wäre nicht wirtschaftlich, da tragende Untergründe erst in großen Tiefen einsetzen. Eine Steinschüttung als Schrägufer kann nicht eingebracht werden. Eine schräge Böschung würde sich erst ab einem Verhältnis von 1:3 einstellen und würde die Durchfahrtsbreite des ohnehin schon schmalen Kanals erheblich einschränken.

Storkower Gewässer  Storkower Gewässer

Storkower Gewässer

Dieser Maßnahme sind intensive Planungen zur Umsetzung voraus gegangen. Der o.g. Wasserstraßenabschnitt befindet sich in einem Fauna-Flora-Habitat (FFH-Gebiet). Die Behörden des Landkreises verlangten eine FFH-Vorprüfung für eine Benehmensherstellung. Diese wurde von einem externen Planungsbüro in Abstimmung mit dem Außenbezirk des WSA Berlin durchgeführt.  

Die Maßnahme wird durch den Wasserbaumeister des Außenbezirkes koordiniert. Zum Einsatz kommen Wasserbauer der Kolonnen 1 und 3 und Besatzung der Fahrzeuge. Weiterhin wurde in Absprache mit den zum Wasserbauer ausbildenden Außenbezirken allen Auszubildenden die Möglichkeit gegeben, bei dieser Maßnahme dabei zu sein. Diese Projektarbeit in bleibender Ausführung findet nicht alle Tage statt. Folgende Fahrzeuge sind auf dieser Baustelle im Einsatz: „SL Spandau“, mind. 2 Schuten, Geräteträger SG 2796 mit Bagger und das Bauhüttenschiff W4407.