Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin

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Inhalt: Treidelwegbrücke

Geschichte

Die Treidelbrücke überspannt die Spree im ehemaligen Hafen von Fürstenwalde in einer Länge von 120 m. Sie wurde in den Jahren 1903/04 als Überführung des Treidelweges zum Holzhafen errichtet. Dieses Bauwerk verbindet die obere Mole am ehemaligen Holzhafen mit dem Gelände am Vorhafen der Schleuse, das bis zum westlichen Widerlager ebenfalls in der Art einer Mole angelegt wurde. Wegen Baufälligkeit ist sie zur Zeit für die Öffentlichkeit gesperrt.

Treidelwegbruecke

Treideln...

bezeichnet die Tätigkeit des Schiffziehens auf Flüssen durch Menschen, seltener durch Zugtiere oder später auch durch Lokomotiven. Dabei wurden die Schiffe in der Regel nur stromaufwärts gezogen und stromabwärts durch die Strömung und/oder den Wind getragen. Das Aufkommen der Ketten- und Dampfschifffahrt Mitte des 19.Jhd. verdrängte den Berufsstand der Treidler. Die Pfade der Schiffszieher wurden Leinpfad, Treidelpfad genannt.

Konstruktion

Das Bauwerk überspannt die Spree in einer Länge von 120 m als Durchlaufträger  (Gerberträger). Der Überbau ist als Eisenfachwerkträger   (N-Fachwerk) mit 5 Feldern (20,0/22,0/36,0/22,0/20,0 m) ausgebildet, wobei in der mittleren Flussöffnung ein Schwebeträger, in den anschließenden seitlichen Flussöffnungen jeweils ein Kragträger  (beidseitige Auskragung) und in den Vorlandöffnungen jeweils ein Schleppträger angeordnet  wurde.

Die Fachwerkstäbe sind überwiegend aus L-Profilen gefertigt worden. Die Konstruktion hat einen untenliegenden Windverband.

Der Überbau liegt auf einem festen (westl. Mittelpfeiler) und fünf beweglichen Lagern. Die Pfeiler sind aus Mauerwerk, versehen mit einer Klinkeraußenschale. Die Pfeilerköpfe und die Pfeilerbasis im Bereich des Wasserwechsels sind aus Granitwerkstein. Die Lagerbasen sind mit Ankerstangen einer mit Länge von ca. 1,50m in den Pfeilern verankert. Als Gründung wurden Brunnenkränze mit Füllungen aus Kies-, Schütt- und Stampfbeton eingesetzt.

Die landseitigen Widerlager einschließlich der Postamente und der Kammerwand sind oberhalb der Hochwasserlinie aus Mauerwerk mit eingelagerten Granitwerkstein gefertigt. Die eingeschütteten Bereiche der Widerlagerwand bestehen aus Stampfbeton. Als Gründung wurde jeweils ein Holzpfahlrost mit einem Pfahlkopfbalken aus Schüttbeton eingesetzt.