Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin

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Inhalt: Berlin und die märkischen Wasserstraßen

1298 Mühlendamm erstmals urkundlich erwähnt (Schiffszoll erhoben)
1550 Bau der Kammerschleuse im Köllnischen Stadtgraben
1605 - 1620 Unter den Kurfürsten Joachim Friedrich (1598-1608), Johann Sigismund (1608-1619) und Georg Wilhelm (1619-1640) wird der Finowkanal errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wird der Kanal zerstört.
1663 - 1693 Bau des Friedrich-Wilhelm-Kanals unter Friedrich Wilhelm I. (1620-1688), Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen, genannt der Große Kurfürst, von Neuhaus an der Spree bis zur Oder oberhalb Frankfurt
1734 - 1745 Neubau des Plauer Kanals von Parey an der Elbe bis Plaue an der Havel
1744 - 1746 Neubau des Finowkanals unter König Friedrich II. (1712-1786), genannt Friedrich der Große oder der Alte Fritz
1815 Mit dem Wiener Kongress wird die Verantwortung für Bau und Unterhaltung der Wasserstraßen dem Staat Preußen übertragen.
1820 Preußen legt einheitliche Abmessungen für die Schleusen der märkischen Wasserstraßen fest
1821 Preußen überträgt die Verantwortung für Bau und Unterhaltung der Wasserstraßen der "Königlichen Ministerial-, Militär- und Baukommission" Die Preußische Wasserbauverwaltung wird in die Oberinstanz der Abteilung III A des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten eingegliedert, in der Mittelinstanz gehörten die Beamten zur inneren Verwaltung.
1845 - 1850 Bau des Landwehrkanals nach Planungen von Peter Joseph Lenné (Preußen)
1847 - 1859 Bau des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals (Preußen)
1852 Bau des Schöneberger Hafens am Landwehrkanal (Preußen)
1856 - 1864 Bau des Nottekanal (Meliorationsverband)
1859 Bau von Humboldthafen und Nordhafen (Preußen)
1865 Die Elbstrombauverwaltung in Magdeburg wird eingerichtet
1866 Bau des Fehrbelliner Kanals durch den Torfgrubenbesitzer A. Genz
1871 Die Reichsverfassung gibt dem Reich in Artikel 4 das Aufsichtsrecht über die Wasserstraßen des allgemeinen Verkehrs, jedoch keine Befugnis für einheitliche Planungen
1866 - 1872 Bau des Emsterkanals (Genossenschaft)
1865 - 1872 Bau des Ihlekanals (Preußen)
1866 - 1875 Bau des Charlottenburger Verbindungskanals (Preußen)
1873 - 1875 Kanalisierung der Löcknitz (Löcknitzkanal), (Preußen)
1874 - 1878 Bau des Sacrow-Paretzer-Kanals (Preußen)
1888 - 1893 Bau der neuen Schleuse Mühlendamm (Preußen)
1880 - 1894 Kanalisierung der Unterspree (Preußen)
1887 - 1891 Bau des Oder-Spree-Kanals (Preußen)
1891 - 1896 Bau des Urbanhafens (Stadt Berlin)
1900 - 1906 Bau des Teltowkanals und der Schleuse Kleinmachnow (Landkreis Teltow)
1903 Gründung der "Verwaltung der Märkischen Wasserstraßen" mit Sitz in Potsdam und eigener Mittelbehörde (Gewässer zwischen Elbe und Oder mit Ausnahme der Berliner Gewässer).
1902 - 1914 Bau des Neuköllner Schifffahrtskanals (Stadt Rixdorf-Neukölln)
1906 - 1911 Bau des Südhafens Spandau (Stadt Spandau)
1907 - 1913 Bau des Tegeler Hafens (Gemeinde Tegel/Kreis Niederbarnim)
Bau des Osthafens 1907 - 1913 (Stadt Berlin)
Bau der Häfen Britz, Tempelhof, Steglitz und Lichterfelde 1908 (Landkreis Teltow)
Ausbau des Festungsgrabens zum Nordhafen Spandau 1908 (Stadt Spandau)
1914 - 1927 Bau des Westhafens (Stadt Berlin)
1908 - 1913 Bau des Hohenzollernkanals (Preußen)
1909 Die Berliner Polizeiverwaltung übernimmt die Verwaltung der Wasserstraßen.
1910 Reichsgesetz über den Ausbau von Wasserstraßen (kein einheitliches Baurecht), Übernahme der Wasserstraßen durch das Reich per Staatsvertrag vom 29.07.1921, keine Verwaltung durch die Reichsbehörden, nur Kostenübernahme der Landesverwaltungen.
1920 Fertigstellung des Hafens Neukölln
1921 Das Preußische Ministerium für öffentliche Angelegenheiten wird aufgelöst. Der Wasserbau wird dem Reichsverkehrsministerium angegliedert. Nicht übernommen werden ca. 270 km preußische Wasserstraßen von geringer Bedeutung, darunter der Neuköllner Schifffahrtskanal (bis heute Land Berlin), der Spandauer Schifffahrtskanal, der Rummelsburger See sowie der Stössensee.
1927 - 1934 Bau des Schiffshebewerkes Niederfinow
1935 Alle Wasserbauangelegenheiten der beim Land Preußen tätigen Beamten gehen auf das Reichsverkehrsministerium über ("Reichs- und Preußisches Verkehrsministerium").
1935 Die Verwaltung der Märkischen Wasserstraßen und die Wasserbauleitung des Berliner Polizeipräsidenten werden zur Wasserbaudirektion Kurmark vereinigt (Planung und Baudurchführung).
1937 Die Wasserbaudirektion Kurmark richtet eine "Neubauabteilung für den Ausbau der Berliner Wasserstraßen" für 1000-Tonnen-Schiffe ein.
1938 Eröffnung des Mittellandkanals und damit Anschluss an die westdeutschen Wasserstraßen
1941 Teilweise Umgestaltung der Verwaltung (Einsetzung eines Generalinspektors für Bau, Planung, Brücken, Fähren, Strompolizei, Schleusen, Dienstschiffe, Werften, Wasserschutz, Eisbrecher).
1945 Zusammenbruch der Schifffahrt in Berlin und auf den märkischen Wasserstraßen (gesprengte Brücken, beschädigte Ufermauern, gesunkene Frachtschiffe)

Mit dem Potsdamer Abkommen wird der Verkehr auf den Wasserstraßen der sowjetischen Verwaltung unterstellt. Die "Generaldirektion Schifffahrt" der "Deutschen Zentralverwaltung des Verkehrs in der sowjetischen Besatzungszone" wird errichtet. 4 Wasserstraßendirektionen mit Wasserstraßenämter und dem Wasserstraßenhauptamt Berlin werden eingerichtet

1948 Der Schiffsverkehr wird in geringem Umfang wieder möglich (außer Teltowkanal)

Der Osthafen wird von der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland freigegeben. Nach der Spaltung Berlins betreibt das in Ost-Berlin ansässige Wasserstraßenhauptamt auch die Betriebsanlagen und "Reichswasserstraßen" in Berlin (West). Die Senatsverwaltung für Bau und Stadtentwicklung, Abteilung Wasser- und Schifffahrtswesen, erklärt sich ebenfalls für die "West-Berliner Reichswasserstraßen" zuständig.

1949 Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland legt eine über alle Ländergrenzen hinweggehende Bundeswasserstraßenverwaltung fest.
1950 Der Südhafen Spandau wird von der britischen Besatzungsmacht freigegeben
1951 - 1952 Bau des Havelkanals
1953 Bau des Westhafenkanals und des Charlottenburger Durchstichs
1955 Im DDR-Verkehrsministerium wird die Hauptverwaltung für Schifffahrt und Wasserstraßen strukturiert.
1956 Eröffnung des Westhafenkanals
1959 - 1960 Der Schöneberger Hafen wird zugeschüttet.
1963 - 1964 Der Urbanhafen wird zugeschüttet.
03.10.1990 Die Zuständigkeit für die Verwaltung der ehemaligen Reichswasserstraßen und ihrer Anlagen gehen auf die Bundeswasserstraßenverwaltung (WSV) über.

Eigentümer der Bundeswasserstraßen ist der Bund. Er verwaltet sie durch eigene Behörden und nimmt staatliche Aufgaben der Binnenschifffahrt und der Seeschifffahrt wahr. (Art. 87 und 89 des Grundgesetzes).

Als Oberbehörden gehören zur WSV die  Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), Bundesanstalt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU).

Die dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) nachgeordnete Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) gliedert sich in eine Mittel- und Unterinstanz.

Die Mittelinstanz besteht aus den Wasser- und Schifffahrtsdirektionen (WSD) Nord (Kiel), Nordwest (Aurich), West (Münster), Mitte (Hannover), Ost (Magdeburg), Südwest (Mainz), Süd (Würzburg).

Den 7 Wasser- und Schifffahrtsdirektionen sind als Unterinstanz insgesamt 39 Wasser- und Schifffahrtsämter (WSÄ) und 6 Wasserstraßen-Neubauämter (WNA) nachgeordnet.

In den Zuständigkeitsbereich der WSD Ost mit Sitz in Magdeburg gehören neben den WNÄ Magdeburg und Berlin als Unterbehörden die WSÄ Dresden, Magdeburg, Lauenburg, Eberswalde, Brandenburg und Berlin. Zu den WSÄ gehören regional 143 Außenbezirke mit Betriebsstellen, wie z. B. Schleusen, Hebewerke sowie Bauhöfe.

01.05.2013 Gründung der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) mit Sitz in Bonn (WSV Reform).

Die ehemaligen Wasser- und Schifffahrtsdirektionen (WSD) sind jetzt Außenstellen der GDWS und bleiben zunächst die regionalen Ansprechpartner für die Kunden der WSV.

Die nachgeordneten Wasser- und Schifffahrtsämter und Wasserstraßenneubauämter sind für die Unterhaltung und den Betrieb der Bundeswasserstraßen, Ufer, Schleusen, Wehre, Pumpwerke, eigene und sonstige Brücken zuständig.

Die zu den Wasser- und Schifffahrtsämtern gehörenden Bauhöfe und Außenbezirke sind für die Gewährleistung von Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsbetriebes in ihrem jeweiligen Streckenabschnitt zuständig. Der Betriebsdienst für Schleusen und Wehre wird in Abstimmung mit den Außenbezirken sicher gestellt.

Quellen: