Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin

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Inhalt: Rückblick 2010/2011

Flüsse im Fluss – oder wie eine Wasserstraße zur sehr guten „Wasserlage“ für alle wird.

 

Klimatische, biologische und gesellschaftspolitische Veränderungsprozesse wirken sich auf natürliche wie künstliche Gewässer aus, damit einher geht auch der Wandel der Unterhaltungsaufgaben einer Verwaltung.

 

Im Berliner Raum liegt der Fokus bei 400 km Wasserstraße und 1.000 km Ufer zum einen auf der wachsenden Überalterung der Uferbauwerke aus zum Teil Mitte des 19. Jahrhunderts als auch auf der veränderten Haltung der Stadtgesellschaft zu ihren Grün- und Wasserflächen.

 

Das seit 20 Jahren bestehende WSA Berlin setzte in 2010 ca. 30 Mio. € um, eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren, zum Erhalt der zum Teil denkmalgeschützten wie auch bautechnisch anspruchsvollen Ufer und des Gewässerbettes im urbanen Raum ein. Der Anspruch des Amtes ist es, die gestellten Anforderungen in qualitativer, ökologischer, wirtschaftlicher und verkehrlicher Hinsicht mit dem Landschaftsbild, der Wasserwirtschaft und dem sozialen Frieden in Einklang zu bringen und diese mit allen Beteiligten in nachhaltig, integrativen Lösungsansätzen im Dialog zu erarbeiten.

 

2010 gestaltet sich an der Havel, Oder und Spree als quirlig!

 

Bei den Anlagen und im Gewässerbett – wurden routinegemäß umfassende Bauwerksinspektionen durchgeführt, die zu Schleusentrockenlegungen mit Stoßschutzerneuerungen, Überarbeitung der Hydraulikzylinder, KKS (Kathodischer Korrosionsschutz, Opferanoden, Fremdstromanlagen) etc. führten. Auch die bei Wassersportlern sehr gelobte, nicht nur hochfrequentierte, Schleuse Neue Mühle (3. Platz der sportbootfreundlichsten Schleuse Deutschlands 2010) zählte dazu. Die Wasserabführung des dortigen Wehres musste modifiziert werden, so dass die Reparatur der defekten Klappe in Angriff genommen werden konnte. Die Fertigstellung einer modifizierten Übergangslösung erfolgt in 2011.  Auch an der Schleuse in Eisenhüttenstadt konnte in 2010/11 ein Ausgleichsschieber ersetzt werden.

 

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        Schleusentrockenlegung

 

Bauarbeiten an Rathausbrücke

 

                    Bauarbeiten an der Rathausbrücke in Berlin
 

Bauhof Berlin

 

                Bauhof Berlin - Tag der offenen Tür 2010

 
 
Und auch am Landwehrkanal ging es rund: Es war mächtig was los!

 

1845 - 50 nach Plänen von Peter Joseph Lennè angelegt, ist der Landwehrkanal die älteste künstlich angelegte Wasserstraße Berlins. Der Landwehrkanal hat als Hauptstadtkanal stadtentwicklungs-, wirtschafts- und verkehrsgeschichtliche Bedeutung und bestimmt das Freizeit- und Erholungsangebot seiner 400.000 Anwohner in fünf Stadtbezirken.

 

Das Arbeitsjahr 2010 war zum einen durch vier Baumaßnahmen, verblieben aus den Sofortmaßnahmen 2007 wie zum anderen durch eine Reihe von Aktivitäten in der Vorbereitung der Instandsetzung des Landwehrkanals und der Öffentlichkeitsarbeit geprägt.

Das Maybachufer, dessen Uferkonstruktion im Frühjahr 2007 abgerutscht war, konnte nach einer intensiven Bauphase von Herbst 2009 bis Sommer 2010 komplett saniert an den Nutzer, die Reederei Riedel, übergeben werden.

 

saniertes Maybachufer

 

                                Saniertes Maybachufer

 

Zeitgleich führte die Arbeitsgruppe Landwehrkanal eine Teststrecke am Paul-Lincke-Ufer, im Herzen Kreuzbergs, am Landwehrkanal durch. Der Test diente der Erprobung japanischer Bohr-Technologie, dem Crush-Pile-System, im Einsatz bei schwierigen Baugrundverhältnissen. Der Versuch verlief erfolgreich.

 

Landwehrkanal

 

Erste sonnige Tage am Ufer: Freizeitliche Nutzung und Baumaßnahme gehen Hand in Hand

 

Die größte Herausforderung stellte die längste Strecke der Sofortmaßnahmen aus 2007, die Corneliusstraße, mit altem Baubestand dar. Angegangen wurden 200 Meter Ufer der Regelbauweise, die aus 100 Meter nicht auf Endmaß eingebrachten Spundbohlen und 100 Meter neu einzubringenden Spundbohlen bestand. Die Kombination aus schwerem Baugrund, sensiblem Uferbauwerk, altem Baumbestand und der urbane Kontext erfordern Fingerspitzengefühl, Besonnenheit und einen kontinuierlichen Dialog mit allen Beteiligten.

 

Zur fundierten Instandsetzung des Landwehrkanals und zur Erstellung der Konzeption Entwurf Haushaltsunterlage wurden zahlreiche Untersuchungen/Berechnungen und Analysen angestoßen:

In allen relevanten Belangen wurden die Bundesanstalt für Gewässerkunde und die Bundesanstalt für Wasserbau einbezogen.

Infotafel  Infotafel  Infotafel

 

                                                                    Informationstafeln am Urbanhafen

Ein lebendiges Jahr 2010, voller Ereignisse… , die natürlich auf 2011 ausstrahlen und die engagierte Arbeit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bürobereich aber auch in den Außenbezirken und des Bauhofes weiterhin in Anspruch nimmt!!