Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin

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Inhalt: Uferinstandsetzung Oder-Spree-Kanal

Dammabschnitte - Spree-Oder-Wasserstraße km 90, km 109 und km 120
Uferbefestigung OSK Uferbefestigung OSK
Allgemein

Der Auftrag für die oben genannte Baumaßnahme wurde am 25.09.2002 an die Bietergemeinschaft / ARGE

vergeben.
Lage der Baumaßnahme

Die Spree-Oder-Wasserstraße (SOW) verbindet auf einer Gesamtlänge von etwa 130 km die Berliner Gewässer mit der Oder, zwischen der Mündung der Spree in die Havel bei Spandau (Anbindung an die Untere-Havel-Wasserstraße (UHW)) und dem Kanalabstieg zur Oder in Eisenhüttenstadt.

Die Instandsetzungsmaßnahmen erfolgen in der Scheitelhaltung zwischen den Schleusen Kersdorf und Eisenhüttenstadt.

Die Baumaßnahme wurde in 3 Lose unterteilt:

Geschichte

Der Herstellungsbeginn einer schiffbaren Verbindung von Schlaubehammer zur Oder war das Jahr 1660. Der Bau des so genannten Oder-Spree-Kanals (OSK) begann im Jahre 1886.

Anno 1895 wurde die Verbreiterung des Kanals ausgeführt und von 1901 bis 1914 die zweiten Schleusenkammern gebaut. Von 1907 bis 1914 folgte die zweite Verbreiterung. 1927 wurde der wasserführende Querschnitt auf 11,00 m Sohlenbreite und eine Wassertiefe von 3,00 m vergrößert.

Hier geht´s zur Geschichte des OSK.

Bestand

Der heutige Bestand des OSK entspricht der Kanalgeometrie und Ufersicherung von 1914.

Die Abgegrabenen Ufer sind durch hölzerne Stülpwände mit oberhalb abschließenden Betonplatten  befestigt worden. Die Uferböschungen bis zur Damm- oder Geländeoberkante sind ungesichert. Die Schrägufer wurden im Wasserwechselbereich mit 30 cm dicken Steinschüttungen gesichert. Die nur teilweise hergestellte Kanaldichtung erfolgte mit einer  25 cm starken Lehmschicht und einer darüber geschütteten 15 cm dicken Kiesschutzschicht.

Die Kanalufer wurden infolge des jahrzehntelangen Kanalbetriebes weitestgehend zerstört.

Baumaßnahme

Nach dem Aufnehmen des Rammplanums wurden die Stahlspundwände eingerüttelt.

Daraufhin wurde die vorhandene Ufersicherung abgetragen und das Planum für die Tondichtung hergestellt. Auf die Tondichtung wurde die neue Böschungssicherung, bestehend aus Wasserbausteinen, geschüttet. Dazwischen wurde vorher eine Geotextilmatte verlegt.

Zum Abschluss wurden die Unterwasserstahlspundwände auf ihre eigentliche Höhe gerammt.

Daten zur Instandsetzungsmaßnahme:

Die gesamten in Stand gesetzten Uferlängen (Nord- und Südufer) belaufen sich auf ca. 4.500,00 m.

Dafür wurden 3.300,00 t Spundbohlen und 20.400,00 m² Tondichtung eingebracht.

Es wurden auch Wildtierausstiege, für Rot- und Damwild, in vorhandenen Wildwechselbereichen hergestellt. Dazu wurde die Spundwandoberkante auf 50 cm unter Mittelwasser abgesenkt und als oberen Abschluss mit einer Spundwandabdeckung aus Stahl versehen.

Der Kanalquerschnitt blieb bei dieser Baumaßnahme unverändert!

Am 19.08.2004 wurde die Baumaßnahme abgenommen. Die Unterwasserspundwand mit anschließender Böschung ist bereits gut bewachsen. Der nächste Bauabschnitt befindet sich an der Fürstenwalder Spree von km 83,488 bis km 86,478.

Uferinstandsetzung Uferinstandsetzung