Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin

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Inhalt: Uferinstandsetzung Fürstenwalder Spree

Spree-Oder-Wasserstraße km 83,488 bis km 86,478
Allgemein

Der Auftrag für die oben genannte Baumaßnahme wurde an die Bietergemeinschaft / ARGE

vergeben.
Lage der Baumaßnahme

Die Spree-Oder-Wasserstraße (SOW) verbindet auf einer Gesamtlänge von etwa 130 km die Berliner Gewässer mit der Oder, zwischen der Mündung der Spree in die Havel bei Spandau (Anbindung an die Untere-Havel-Wasserstraße (UHW) und dem Kanalabstieg zur Oder in Eisenhüttenstadt.

Die Baumaßnahme beinhaltet die Instandsetzung der Ufer in der Fürstenwalder Spree einem kanalisierten Flussabschnitt der Spree zwischen den Schleusen Große Tränke und Kersdorf.

Die Baumaßnahme wurde in 2 Lose unterteilt:

Geschichte

Die erste schiffbare Verbindung zwischen den Stromgebieten der Elbe und der Oder entstand 1662 - 1668 mit dem Bau des Friedrich-Wilhelm-Kanals zwischen der Spree (bei Neuhaus) und der Oder (bei Brieskow). Nach über 200 Jahren zwischen 1886 - 1890 wurde der Oder-Spree-Kanal neu gebaut, um dem erforderlichen Transportaufkommen sowie den Ansprüchen der Schifffahrt nachzukommen.

Die Zunahme des Schiffsverkehrs, mit größeren Schiffen und Abladetiefen, sowie ein weitgehender Verfall der Ufersicherungen bedingte eine Erweiterung des Querschnittprofils.

Von 1907 bis 1914 erfolgte die Verbreiterung.

In den Jahren 1926 bis 1935 wurde die Fürstenwalder Spree zwischen Fluthkrug (km 88,8) und Große Tränke (km 69,1) in ihrer Linienführung erheblich verbessert. Es entstanden Durchstiche bei Streitberg und Berkenbrück.

Hier geht's zur Geschichte des OSK.

Bestand

Bei beiden Losstrecken handelt es sich um kanalisierte Flussstrecken, ohne Dichtung, mit Wasserspiegelbreiten von 35 m bis 38 m.

Die Ufer sind stark verschlissen und abgängig, daher müssen sie durch Unterhaltungsmaßnahmen (Überschüttungen) instand gesetzt werden. Die Überschüttungen führen zu Querschnittsverringerungen des Kanals, Querschnittsverengungen beeinträchtigen die Verkehrsbedingungen auf dem Kanal.

Baufeldfreimachung nach Entfernung des Jährlingswuchses
Baufeldfreimachung
Baufeldräumung durch Rodung von Stubben sowie Busch- und Heckenwerk Baufeldräumung durch Rodung
 
Baumaßnahme

Nach dem Aufnehmen des Rammplanums werden die Stahlspundwände eingerüttelt.

Daraufhin wird die vorhandene Ufersicherung abgetragen. Die oberhalb der Unterwasserspundwand anschließende Ufersicherung, mit einer Neigung von 1:3, wird mit Wasserbausteinen auf Geotextil gesichert und dem Gelände angepasst. Zum Abschluss wurden die Unterwasserstahlspundwände auf ihre eigentliche Höhe 20 cm unter dem Wasserspiegel gerammt.

Einbringen der Spundbohlen mit Hilfe eines Rüttlers Einbringen der Spundbohlen
Einsetzen der Spundbohlen in die Rammtrassenführung Einsetzen der Spundbohlen
 
 
Pressemitteilung "Das WSA Berlin baut rechtmäßig!"
Daten zur Instandsetzungsmaßnahme

Die gesamten in Stand gesetzten Uferlängen (Nord- und Südufer) belaufen sich auf 2.000 m. Es werden ca. 2.100 t Spundbohlen unterschiedlicher Längen als Ersatz für die alte Holzspundwand eingebracht. Es werden auch Wildtierausstiege, für Rot- und Damwild, in vorhandenen Wildwechselbereichen hergestellt. Dazu wird die Spundwandoberkante auf 70 cm unter Mittelwasser abgesenkt und als oberen Abschluss mit einer Spundwandabdeckung aus Stahl versehen.

Der Kanalquerschnitt blieb bei dieser Baumaßnahme unverändert!

fertig gestelltes Ufer mit Steinschüttung Ufer mit Steinschüttung
Wildausstieg Wildausstieg
 

Abschluss der Baumaßnahme

nördliches Ufer am Altarm mit Steigeleiter Nördliches Ufer am Altarm mit Leiter
südliches Ufer am Altarm - im Hintergrund Wildausstieg Wildausstieg